Erfahrungsbericht von Tanja über Wirkung von Yoga bei Ängsten

Shakti-Ebene_offenYoga: Die Veränderung in meinem Leben     ♥

Mein Leben vor Yoga:

  • Essstörungen, die durch KEINE THERAPIE, KEINEN KLINIKAUFENTHALT in den Griff zu bekommen waren; NICHTS, das ich versucht habe, keine Mühe hat den Zustand gebessert.
  • Selbstzweifel, Selbsthass, Sinnlosigkeit,  Verzweiflung, Angst vor der Zukunft, Angst zu Versagen.
  • Depressionen, bei denen die meisten Ärzte Antidepressiva mit starken Nebenwirkungen als Lösung für alles angesehen haben.
  • Jeder neue Tag kam mir vor wie ein riesengroßer, nicht zu bewältigender Berg.
  • Und immer wenn ich dachte ich bin ganz unten, ging es doch noch weiter bergab.

BIS ICH YOGA DURCH EINEN ZUFALL FÜR ENTDECKT HABE… Mein Leben verändert sich seitdem immer mehr zum POSITIVEN.   \

  •  Anfangs habe ich die positive Wirkung von Yoga deutlich gespürt, aber hatte noch nicht den Elan, es Tag für Tag in mein Leben zu integrieren.
  • Die Erfahrung bei dem Seminar „Asana Intensiv“ im Westerwald bei Yoga Vidya hat mich begeistert.  Eine noch nie vorher da gewesene Ruhe hat sich eingestellt und seither ist mein Motto: DIESE RUHE, DEN FRIEDEN, DIE GELASSENHEIT soll immer bei mir bleiben. Seitdem vergeht kein Tag ohne Pranayama, Asanas und Meditation.
  • Yoga gibt meinem Leben einen SINN.
  • Ich fühle mich wohl, gelassen, und ruhig. Harmonie. Zufriedenheit. Gesundheit. Für mich das WICHTIGSTE auf der Welt. Tausend Mal wichtiger als alles Materielle.
  • Keine Notwendigkeit mehr, eine Therapeutin zu besuchen, oder Antidepressiva zu nehmen. Eine Leben ohne Angst und mit positiver Einstellung  sind Dinge, von denen ich nie geglaubt habe, sie je wieder zu bekommen. DANK YOGA ist das WIRKLICHKEIT geworden. Danke Yoga, und danke Yoga Vidya!!!

OM SHANTI

Tanja

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Erfahrungsbericht: Wie Yoga mir bei psychischen Beschwerden geholfen hat

DREH_TIF2Hier ein weiterer Erfahrungsbericht, wie Yoga geholfen hat beim Umgang mit psychischen Beschwerden, insbesondere Ängstlichkeit:
Leider habe ich schon viele Erfahrungen mit psychischen Beschwerden und könnte lange davon erzählen, wie mir Yoga dabei geholfen hat, dass es mir nun gut geht.

Panikattacken hatte ich gottseidank noch nicht, aber ich bin ein ängstlicher Mensch- es fehlt mir an Urvertrauen. Ich weiß nicht, ob man je ganz ausgleichen kann, was in früher Kindheit ungünstig lief, aber ich merke jedes Mal, wenn ich Yoga übe, dass sich eine Gelassenheit einstellt, die ich Gottvertrauen nennen möchte.

Früher bin ich gegen meine innere Anspannung  joggen gegangen. Das tat schon gut, war aber eher wie ein kurzes Dampf-Ablassen. Hingegen breitet  sich schon nach einer kurzer Zeit Yoga-Üben in mir ein tiefer innerer Friede aus, der länger anhält. Weil eben nicht nur der Körper zu seinem Recht kommt, sondern auch die Seele.

Was Verhaftungslosigkeit angeht, habe ich die bisher noch nicht geschafft in Bezug auf Menschen, die ich liebe. Meine größte Angstvorstellung  ist es, einsam alt zu werden. Mein größter Trost ist dann Yoga. Weil es die Verbindung herstellt. Zu dem, was in mir ist und was ein menschliches Leben überdauert – in allen Dimensionen. Und weil es dann selbst eine Phase der Trauer in Perspektive rückt.

Ich arbeite als Lehrerin. Schulklassen sind wie ein Wald, in den man hinein ruft. Je regelmäßiger ich Yoga übe, umso ausgeglichener und friedfertiger, aber auch selbst-bewusster stehe ich vor der Klasse. Ich glaube, ich werde nie Angst entwickeln vor den Schülern – so wie es manchen Kollegen geht. Denn Yoga macht mich innerlich stark und authentisch und wenn man echt ist und die Stärke hat, zu sich zu stehen, akzeptieren einen die Schüler so, wie man ist. Innerlich stark und äußerlich flexibel, wie es Sukadev so schön sagt. Ich biete einen Yoga Kurs für Oberstufen-Schüler an. Ich selbst bin vor dem Abi krank geworden – vor Prüfungsangst. In meinen Kurs kommen viele Over-Achiever : Vorwiegend Mädchen, Einser-Schülerinnen, vielseitig engagiert… Bei denen geht es schon los mit Schlafproblemen, Essstörungen, übermäßiger Prüfungsangst. Wir üben Yoga in der Mittagspause und ich füttere sie mit Affirmationen.  Erst vor kurzem habe ich eine mail von einer ehemaligen Schülerin aus Australien bekommen, in der sie sich bedankt  durch mich Yoga kennengelernt zu haben und schreibt, dass Yoga ihr Leben nun für immer begleiten wird. Was hätte ich ihr Besseres mitgeben können?

Natürlich könnte ich jetzt zur Wirkung der Endentspannung schreiben, dazu, wie sehr mir Pranayama und Affirmationen helfen, ich könnte einzelne Asanas aufführen – wie die Cobra das Herz öffnet und der Held mutig macht … das erkläre ich natürlich in den einzelnen Stunden. Aber ich denke, es ist gar nicht möglich, die Wirkung von Yoga in einzelne „Übungseinheiten“ zu zerhacken. Was an Yoga wirkt ist ja das Ganzheitliche. Yoga ist eben mehr als Gymnastik, mehr als Nachdenken, mehr als Entspannen, als Atmen und mehr als Beten. Deshalb hilft es bei körperlichen und seelischen Beschwerden und eben auch bei Angst.

Danke Sukadev, dass durch Dich so viele Menschen Yoga kennenlernen und auch lernen, es selbst weiter zu geben.

M.D.

Erfahrungsbericht: Überwindung von Ängsten, Esstörungen, Depressionen durch Yoga

Jessy-Heldin-0YV-02-klHier ein weiterer Erfahrungsbericht darüber, wie Yoga zu ganz dramatischen Veränderungen im Yoga geführt hat, von Tanja:

Yoga: Die Veränderung in meinem Leben     ♥

Mein Leben vor Yoga:

  • Essstörungen, die durch KEINE THERAPIE, KEINEN KLINIKAUFENTHALT in den Griff zu bekommen waren; NICHTS, das ich versucht habe, keine Mühe hat den Zustand gebessert.
  • Selbstzweifel, Selbsthass, SinnlosigkeitVerzweiflung, Angst vor der Zukunft, Angst zu Versagen.
  • Depressionen, bei denen die meisten Ärzte Antidepressiva mit starken Nebenwirkungen als Lösung für alles angesehen haben.
  • Jeder neue Tag kam mir vor wie ein riesengroßer, nicht zu bewältigender Berg.
  • Und immer wenn ich dachte ich bin ganz unten, ging es doch noch weiter bergab.

BIS ICH YOGA DURCH EINEN ZUFALL FÜR ENTDECKT HABE… Mein Leben verändert sich seitdem immer mehr zum POSITIVEN.   \

  •  Anfangs habe ich die positive Wirkung von Yoga deutlich gespürt, aber hatte noch nicht den Elan, es Tag für Tag in mein Leben zu integrieren.
  •  Die Erfahrung bei dem Seminar „Asana Intensiv“ im Westerwald bei Yoga Vidya hat mich begeistert.  Eine noch nie vorher da gewesene Ruhe hat sich eingestellt und seither ist mein Motto: DIESE RUHE, DEN FRIEDEN, DIE GELASSENHEIT soll immer bei mir bleiben. Seitdem vergeht kein Tag ohne Pranayama, Asanas und Meditation.
  • Yoga gibt meinem Leben einen SINN.
  • Ich fühle mich wohl, gelassen, und ruhig. Harmonie. Zufriedenheit. Gesundheit. Für mich das WICHTIGSTE auf der Welt. Tausend Mal wichtiger als alles Materielle.
  • Keine Notwendigkeit mehr, eine Therapeutin zu besuchen, oder Antidepressiva zu nehmen. Eine Leben ohne Angst und mit positiver Einstellung  sind Dinge, von denen ich nie geglaubt habe, sie je wieder zu bekommen. DANK YOGA ist das WIRKLICHKEIT geworden. Danke Yoga, und danke Yoga Vidya!!!

OM SHANTI

Tanja

Angst überwinden mit Yoga – ein Erfahrungsbericht

Gyana+Jyoti-schiefeEbene-seitlich-hellerHier ein weiterer Erfahrungsbericht: Wie Yoga bei Angst, Ängsten, Panik etc. helfen kann. Von C. (Name der Redaktion bekannt):

..habe gerade die vorangegangenen Beiträge gelesen und bin geschockt über die vielen großen Ängste, die wir alle so mit uns herumtragen (müssen) und doch im Alltag funktionieren – zugleich aber ist es ein tolles Gefühl zu wissen, dass wir alle eins sind und sich hier zeigt: wir können einander verstehen!

Vor ca. vier Wochen kam mal wieder eine zu mir- groß, böse und hässlich mit allen erschöpfenden und beängstigenden Facetten…. eine Panikattacke, als meine liebe Großmutter verstorben ist. Angefangen hatte es schon vor einigen Jahren, als mein Vater sehr plötzlich ebenfalls verstorben ist: Wochen danach haben mich mitten in der Nacht und ohne ein Bewusstsein für irgendwelche Ängste unvermittelt heftige Adrenalinstösse aus dem Schlaf gerissen, in Wellen wurde sofort Todesangst durch alle Zellen meines Körpers gespült,ich bekam keine Luft mehr, dachte, eine Lähmung ergreift meinen Körper und wenn diese im Kopf ankommt, dann bin ich tot. Nahe einer Ohnmacht und mit dem sicheren Gefühl, jetzt gleich sterben zu müssen, habe ich meinen Mann geweckt, der besorgt sofort einen Notarzt geholt hat. Nach überbordenden Puls- und Herzwerten, Infusionen und weiteren Untersuchungen durch verschiedene Ärzte wurde klar, es handelt sich um Panikattacken, unspezifisch, unvorhersehbar – aber nicht lebensgefährlich. Mit diesem kognitiven Wissen konnte ich mich durch manche Attacke hindurchmanövrieren, aber entspannt leben ist anders!
Das war einer der Auslöser, mich für Yoga und Tiefenentspannung zu interessieren. Schon nach der ersten, eher zufälligen Stunde wurde klar, dass ich hier einen erkennbar wirkungsvollen Weg gefunden habe, der mir sicherlich weiterhelfen kann.

Zunächst hatten v.a. die Asanas einen positiven Effekt, da sie mich körperlich spürbar entspannten, ohne mich total auszupowern, wie ich das aus Ausdauersport kannte. Mein Körper war so dankbar, sich nicht mit übergroßen Leistungsansprüchen herumplagen zu müssen!

Schwierig, ja unmöglich erschienen mir alle Atemübungen. Es ging gar nicht, im Rhythmus die Luft anzuhalten, einatmen, ausatmen- je mehr Bewusstheit darauf kam, umso schlechter ging es. Das war eine echte Herausforderung, ich lernte, dass die Mitte meines Körpers im Zwerchfell eine totale Blockade kreiert hatte. Im Laufe der Zeit und mit der behutsamen, geduldigen Anleitung meiner Yogalehrerin lernte ich, mich den Pranayama-Techniken anzuvertrauen. Es wurde sehr spannend für mich, diese Reise zu machen und inzwischen …natürlich!…liebe ich Pranayama!

Ebenso waren die Phasen der Tiefenentspannung immer mehr „entspannt“, nachdem ich anfangs viele Vorbehalte in mir gespürt hatte: ich fürchtete, dass ähnlich wie beim Atmen, das In-mich-Lauschen die dort irgendwo immer noch lauernden Attacken erst recht hervorlocken könnte. Mit wachsendem Vertrauen in mich selbst habe ich gemerkt, dass Tiefenentspannung mir die Möglichkeit verschafft, diese Angst-Gefühle genauer anzuschauen, und zwar sie aus einer gewissen Distanz und wie von außen zu betrachten, mich nicht damit zu identifizieren.

Mit Hilfe von Yoga habe ich es dann großenteils geschafft, die schlimmen Panikattacken in den Griff zu bekommen. In außergewöhnlichen Situationen wird das Gefühl manchmal noch angetriggert, ich spüre, aha- da könnte wieder eine kommen. Und dann habe ich Yoga, dieses sehr machtvolle Instrument, um mich dem zu stellen.

Dafür bin ich sehr dankbar!

Om Shanti,

C.

Erfahrungsberichte: Mit Yoga Angst, Ängste, Panik überwinden

Angst überwindenMomentan veröffentlichen wir hier eine Reihe von Erfahrungsberichten von Yoga Übenden zum Thema Angst: Wie hat Yoga geholfen beim Umgang mit Angst, Ängsten, Panik, Phobien etc. Hier werden insbesondere die Erfahrungsberichte derjenigen veröffentlicht, die anonym bleiben wollten. Die vollständige Diskussion findest du im Mein Yoga Vidya Forum http://mein.yoga-vidya.de/forum/topics/yoga-hilft-bei-angst-aengsten-lampenfieber-phobien .

Sei darauf gespannt, was Menschen alles schreiben, wie Yoga bei Ängsten helfen kann.

Mit Yoga Angst überwinden

3_Held-001-klHeute ein Gastartikel von Peer zum Thema: Wie Psychotherapie und Yoga mich von Angst und Burnout befreien – oder besser ausgedrückt: Wie ich mich eine  schwere psychische Erkrankung zu Yoga und persönlicher Entwicklung führten:

Was ich war, was ich bin und wie Yoga mich heute begleitet. Nun, mein Zusammenbruch kam nicht überraschend. Ich hätte es eigentlich merken müssen. Die Signale, die Körper und Seele aussandten, waren überdeutlich und unüberhörbar.

Aber wie hätte das geschehen sollen, hatte ich doch alle meine Wahrnehmungen in Eis gepackt, war mir doch mein Körper über Jahre immer fremder geworden. Habe ich überhaupt keinen Zugang mehr zu meinen Gefühlen gehabt. War ich mit meinem ganzen Willen unterwegs, mich selbst zu zerstören.

Mein beruflicher Werdegang war sehr gradlinig. Ein schnelles Studium, dann der Einstieg in ein großes international tätiges Unternehmen. Meine vordergründigen Ziele waren ziemlich klar, nämlich Geld zu verdienen, vorwärts kommen, Status erreichen, Anerkennung bekommen. Diesen Dingen habe ich mein ganzes Leben untergeordnet.

Die Entwicklung verlief dann gemäß meiner Ziele auch rasant. Ich hatte schnell Erfolg und war europaweit als Unternehmensberater in vielfältigen Projekten unterwegs. Ich hatte zügig alle meine Ziele erreicht. Ich bekam ein enormes Gehalt und immer wieder große Bonus, genoss persönliche Anerkennung und hatte bald auf meinem Fachgebiet eine ausgezeichnete Reputation.

Auch privat war ich sozusagen in Plan. Ich war verheiratet und hatte 2 wunderbare Kinder. Habe ein Haus gekauft mit einem wunderschönen großen Garten. Habe große Autos gefahren und tolle Urlaubsreisen gemacht. Ich konnte meiner Familie ein gutes sicheres Leben mit allen Annehmlichkeiten bieten.

Vor 5 Jahren begann sich das Spiel zu drehen. Die jahrelange Selbstausbeutung hinterließ sichtbare Spuren. Erst kleinere Veränderungen, die mir keine Sorgen machten. Ich war beruflich viel auf Reisen. Am Wochenende habe ich dann Zuhause gearbeitet. Oft wurde dann telefoniert und die Projekte abgestimmt oder die Folgewoche vorbereitet. Ich fühle mich mehr und mehr getrieben und brauchte abends mindestens ein Glas Rotwein, um etwas runter zu fahren. Aus dem Glas wurden bald 2 oder 3. Ich fühlte instinktiv, dass etwas mit mir geschah und versuchte, gegen zu steuern.

Ich begann zu joggen, erst moderat, dann exzessiv. Ich stellte fest, dass ich in der extremen körperlichen Belastung fähig war, Schmerzen zu fühlen. Immerhin ein Gefühl. Das erste Mal nahm ich bewusst meinen Körper war. Das war großartig.

Doch der Weg war fatal. Neben meiner stressigen Arbeit begann ich, meinen Körper zu schinden. Mich körperlich auszuzehren. Ich war unruhig, ja hochgradig nervös und gereizt.

Die Tatsache, dass mein Sohn drogenabhängig wurde, brachte mich dann an den Abgrund. Eine gefühlte letzte Niederlage, sozusagen der fallende Dominostein, der mein so fragiles Leben zum Einsturz brachte.

Ich zog mich von meiner Familie zurück. War kaum noch ansprechbar, apathisch und nicht mehr handlungsfähig. Meine Frau verlor jeden Zugang zu mir. Niemand hatte mehr Zugang zu mir.

Meine berufliche Fassade habe ich dann noch 6 Monate durchgehalten. Bevor ich morgens zu meinen Kunden gefahren bin, habe ich mich regelmäßig übergeben. Bewusster Stress, große Angst zu versagen, regelmäßige Panikattacken. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich in mir selbst verliere. Ich hatte das Gefühl, in allen meinen Bereichen des Lebens gescheitert zu sein. Ich fühlte mich kraftlos, energielos, hilflos und ausgeliefert. Verletzlich. Konnte jedoch mit niemandem darüber reden, lebte monatelang in großer Qual in mir selbst. Das schlimmste war die Entfremdung von meiner Familie. Sie war immer mein Rückrad gewesen und ich verlor damit mein letztes Fundament. Nicht, dass es von meiner Familie ausging, ich habe alle Rettungsleinen selbst gekappt. Gefangen in der großen Sehnsucht nach Wärme, Nähe und Liebe. Ohne fähig zu sein, diese zuzulassen.

Ich stand vor dem Nichts. Ohne Wünsche, ohne Ziele, ohne für mich erkennbaren Lebenssinn. War das jetzt alles, hatte ich mit Mitte 50 meinen Lebenszweck bereits erfüllt?

Letztlich kam der körperliche, geistige und seelische Zusammenbruch. Ich habe den letzten Funken Selbsterhaltungstrieb genutzt nach einem Therapeuten gesucht. Es hat Wochen gedauert, um einen Termin zu bekommen. Ich habe diese Wartezeit nur mit vom Hausarzt verschrieben Antidepressiva überstanden.

Meine Therapeutin war ein wirklicher Glücksgriff. Sie hat mich sofort akut in eine psychosomatische Klinik eingewiesen. Dort blieb in dann 3 Monate und war insgesamt ein ganzes Jahr krank und nicht arbeitsfähig. Ich war nicht wirklich wieder hergestellt, aber ich war so stabil um wieder Eigeninitiative zu ergreifen. Ich habe meinem Arbeitgeber meine Situation schonungslos offen gelegt und habe glücklicherweise große Unterstützung bekommen. In Zusammenarbeit mit Betriebsrat, persönlicher Führungskraft und dem Werksärztlichen Dienst habe ich dann einen Arbeitsplatz bekommen, den ich ausfüllen kann. Damit geht es mir viel besser. Meine Familie und einen großen Teil meines Besitzes habe ich eingebüßt, jedoch habe ich dort keinen Schmerz. Es geht mir mit einer Reduzierung auf das Notwendigste gut. Eine Abgrenzung zu meinem Sohn und seiner Drogensucht fällt mir noch immer schwer. Da arbeite ich dran und bin hier viel klarer.

Ein wesentliches Element meines neuen Lebens ist, dass ich den Zugang zu meinem Körper und auch meinen Gefühlen zurück gefunden habe. Durch Zufall bin ich auf Yoga gestoßen und hier war mir mein Schicksal gnädig gestimmt. Ich habe eine wunderbare Lehrerin gefunden, die mich nicht nur in bei den Ananas angeleitet, sondern mir auch viele philosophische Aspekte des Yogas erklärt hat. Und das in einer liebvollen und fürsorglichen Art. Durch Yoga habe ich letztlich mein Gleichgewicht wieder gefunden. Ich befinde mich meistens in Harmonie mit mir selbst. Die Yoga Atemübungen sind da sehr wichtig. Ebenfalls die Entspannungselemente. Wenn ich die Harmonie verliere, habe ich über meine Yoga Praxis eine gute Sensibilität für mein Befinden entwickelt. Ich merke es schnell, wenn etwas nicht gut für mich ist und kann rechtzeitig gegen steuern.

Nachdem ich früher immer in der Zukunft war, gelingt es mir jetzt oft, im Hier und Jetzt zu verweilen. Ich bin achtsam mit mir. Habe meine materiellen Ziel und Neigungen stark reduziert und kann den Augenblick genießen. Lebensfreunde finde ich in Alltäglichkeiten. Freue mich am Geruch frisch gebackenen Brotes oder der Sonne auf meinem Rücken.

In Yoga habe ich ein Zuhause gefunden. Ich habe gelernt, mit mir selbst gut umzugehen und versuche, dass in alle Bereiche meines Lebens und auch auf andere Menschen zu übertragen.

Ich merke, dass meine berufliche Tätigkeit mir wieder Freude macht und ich mit meinem neuen Fühlen und Denken viel besser zu Recht komme. Ich achte und beachte meine Grenzen. Ich behandele meine Mitmenschen und auch die Kollegen mit Wertschätzung und Respekt und merke, dass ich das auch zurückbekomme.

Für mich ist Yoga Teil meines Lebens geworden. Ich kann auf Yoga als Unterstützung zu meiner noch immer anhalten Gesprächstherapie nicht verzichten. Ich glaube fest daran, durch mein „Yoga leben“ glücklicher zu sein. Für die Erkrankungen Burnout und Depression halte ich Yoga für eine wichtige Therapie begleitende Maßnahme.

Ich habe mich zum Yoga Lehrer ausbilden lassen und seit Januar einen ersten eigenen Kurs im Yoga Vidya Center in Mainz. Mein Wunsch ist es, meine Erfahrungen an Menschen weiter zu geben, die vielleicht ähnlich unterwegs sind wie ich.

Ich befürchte, dass viel Menschen mit ähnlichen Einschränkungen zu kämpfen haben, in dieser so schnellen und auf Leistung ausgerichteten Welt.

Yoga ist da eine wunderbare Praxis, um das persönliche Gleichgewicht zu finden und zu halten. Durch Yoga habe ich auch gelernt, mich selbst zu lieben. Und wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere Menschen lieben. Und dann kann auch ich geliebt werden, ohne etwas dafür tun zu müssen. Ich habe gelernt, dass Liebe immer da ist. Sie braucht keinen Grund.

 

Peer

18.1.12013

Angst -Blog

Worum geht es hier in diesem Blog? Wie der Name sagt – es geht um Angst. Du kannst deine Ängste nutzen. Du kannst lernen mit deinen Ängsten umzugehen. Du kannst über Angst hinauswachsen. Du kannst Mut entwickeln und neue Kraft. Lass dich nicht von Ängsten lähmen. Sondern: Angst verleiht Flügel. Lass dich von Ängsten beflügeln. Die größten Erfindungen der Menschheit kamen aus Angst heraus. Auch du kannst die Kraft der Angst nutzen – und daran wachsen.

Was meinst du? Schreib doch einen Kommentar!