Die Gewinner des Preis aus schrei bens sind ermittelt und werden in Kürze benachrichtigt

Lakshmi_DeviUnser Preis aus schr eiben „Wie hilft Yoga bei Angst, Ängsten, Lampenfieber und Phobien“ fand große Resonanz und wir erhielten sehr informative, oft auch bewegende Erfahrungsberichte. HERZLICHEN DANK! Eure Offenheit und Engagement möchten wir gerne mit einigen Preisen belohnen:

  • 1. Preis: Eine Yoga Woche bei Yoga Vidya in Bad Meinberg (als Individualgast oder Seminar deiner Wahl) im Einzelzimmer allein oder zu zweit im Doppelzimmer (Wert: bis zu 1184 Euro)
  • 2. bis 5. Preis: Ein Yoga Wochenendseminar (allein im Einzelzimmer oder zu zweit im Doppelzimmer) (Wert: Bis 370 Euro) bei Yoga Vidya Bad Meinberg
  • 6. – 10. Preis: Ein Buch oder CD deiner Wahl aus dem Yoga Vidya Verlag

Die Gewinner werden in den nächsten Tagen benachrichtigt.

Aufgrund des großen Feedbacks habe wir es noch nicht geschafft, alle Berichte, die wir per Email erhielten, in den Blog zu stellen. Dies wird in den nächsten Wochen passieren. Selbstverständlich haben wir alle Einsendungen, auch die, die noch nicht veröffentlich wurden, bei der Ziehung der Gewinne berücksichtigt.

 

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Mit Yoga Angst überwinden

3_Held-001-klHeute ein Gastartikel von Peer zum Thema: Wie Psychotherapie und Yoga mich von Angst und Burnout befreien – oder besser ausgedrückt: Wie ich mich eine  schwere psychische Erkrankung zu Yoga und persönlicher Entwicklung führten:

Was ich war, was ich bin und wie Yoga mich heute begleitet. Nun, mein Zusammenbruch kam nicht überraschend. Ich hätte es eigentlich merken müssen. Die Signale, die Körper und Seele aussandten, waren überdeutlich und unüberhörbar.

Aber wie hätte das geschehen sollen, hatte ich doch alle meine Wahrnehmungen in Eis gepackt, war mir doch mein Körper über Jahre immer fremder geworden. Habe ich überhaupt keinen Zugang mehr zu meinen Gefühlen gehabt. War ich mit meinem ganzen Willen unterwegs, mich selbst zu zerstören.

Mein beruflicher Werdegang war sehr gradlinig. Ein schnelles Studium, dann der Einstieg in ein großes international tätiges Unternehmen. Meine vordergründigen Ziele waren ziemlich klar, nämlich Geld zu verdienen, vorwärts kommen, Status erreichen, Anerkennung bekommen. Diesen Dingen habe ich mein ganzes Leben untergeordnet.

Die Entwicklung verlief dann gemäß meiner Ziele auch rasant. Ich hatte schnell Erfolg und war europaweit als Unternehmensberater in vielfältigen Projekten unterwegs. Ich hatte zügig alle meine Ziele erreicht. Ich bekam ein enormes Gehalt und immer wieder große Bonus, genoss persönliche Anerkennung und hatte bald auf meinem Fachgebiet eine ausgezeichnete Reputation.

Auch privat war ich sozusagen in Plan. Ich war verheiratet und hatte 2 wunderbare Kinder. Habe ein Haus gekauft mit einem wunderschönen großen Garten. Habe große Autos gefahren und tolle Urlaubsreisen gemacht. Ich konnte meiner Familie ein gutes sicheres Leben mit allen Annehmlichkeiten bieten.

Vor 5 Jahren begann sich das Spiel zu drehen. Die jahrelange Selbstausbeutung hinterließ sichtbare Spuren. Erst kleinere Veränderungen, die mir keine Sorgen machten. Ich war beruflich viel auf Reisen. Am Wochenende habe ich dann Zuhause gearbeitet. Oft wurde dann telefoniert und die Projekte abgestimmt oder die Folgewoche vorbereitet. Ich fühle mich mehr und mehr getrieben und brauchte abends mindestens ein Glas Rotwein, um etwas runter zu fahren. Aus dem Glas wurden bald 2 oder 3. Ich fühlte instinktiv, dass etwas mit mir geschah und versuchte, gegen zu steuern.

Ich begann zu joggen, erst moderat, dann exzessiv. Ich stellte fest, dass ich in der extremen körperlichen Belastung fähig war, Schmerzen zu fühlen. Immerhin ein Gefühl. Das erste Mal nahm ich bewusst meinen Körper war. Das war großartig.

Doch der Weg war fatal. Neben meiner stressigen Arbeit begann ich, meinen Körper zu schinden. Mich körperlich auszuzehren. Ich war unruhig, ja hochgradig nervös und gereizt.

Die Tatsache, dass mein Sohn drogenabhängig wurde, brachte mich dann an den Abgrund. Eine gefühlte letzte Niederlage, sozusagen der fallende Dominostein, der mein so fragiles Leben zum Einsturz brachte.

Ich zog mich von meiner Familie zurück. War kaum noch ansprechbar, apathisch und nicht mehr handlungsfähig. Meine Frau verlor jeden Zugang zu mir. Niemand hatte mehr Zugang zu mir.

Meine berufliche Fassade habe ich dann noch 6 Monate durchgehalten. Bevor ich morgens zu meinen Kunden gefahren bin, habe ich mich regelmäßig übergeben. Bewusster Stress, große Angst zu versagen, regelmäßige Panikattacken. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich in mir selbst verliere. Ich hatte das Gefühl, in allen meinen Bereichen des Lebens gescheitert zu sein. Ich fühlte mich kraftlos, energielos, hilflos und ausgeliefert. Verletzlich. Konnte jedoch mit niemandem darüber reden, lebte monatelang in großer Qual in mir selbst. Das schlimmste war die Entfremdung von meiner Familie. Sie war immer mein Rückrad gewesen und ich verlor damit mein letztes Fundament. Nicht, dass es von meiner Familie ausging, ich habe alle Rettungsleinen selbst gekappt. Gefangen in der großen Sehnsucht nach Wärme, Nähe und Liebe. Ohne fähig zu sein, diese zuzulassen.

Ich stand vor dem Nichts. Ohne Wünsche, ohne Ziele, ohne für mich erkennbaren Lebenssinn. War das jetzt alles, hatte ich mit Mitte 50 meinen Lebenszweck bereits erfüllt?

Letztlich kam der körperliche, geistige und seelische Zusammenbruch. Ich habe den letzten Funken Selbsterhaltungstrieb genutzt nach einem Therapeuten gesucht. Es hat Wochen gedauert, um einen Termin zu bekommen. Ich habe diese Wartezeit nur mit vom Hausarzt verschrieben Antidepressiva überstanden.

Meine Therapeutin war ein wirklicher Glücksgriff. Sie hat mich sofort akut in eine psychosomatische Klinik eingewiesen. Dort blieb in dann 3 Monate und war insgesamt ein ganzes Jahr krank und nicht arbeitsfähig. Ich war nicht wirklich wieder hergestellt, aber ich war so stabil um wieder Eigeninitiative zu ergreifen. Ich habe meinem Arbeitgeber meine Situation schonungslos offen gelegt und habe glücklicherweise große Unterstützung bekommen. In Zusammenarbeit mit Betriebsrat, persönlicher Führungskraft und dem Werksärztlichen Dienst habe ich dann einen Arbeitsplatz bekommen, den ich ausfüllen kann. Damit geht es mir viel besser. Meine Familie und einen großen Teil meines Besitzes habe ich eingebüßt, jedoch habe ich dort keinen Schmerz. Es geht mir mit einer Reduzierung auf das Notwendigste gut. Eine Abgrenzung zu meinem Sohn und seiner Drogensucht fällt mir noch immer schwer. Da arbeite ich dran und bin hier viel klarer.

Ein wesentliches Element meines neuen Lebens ist, dass ich den Zugang zu meinem Körper und auch meinen Gefühlen zurück gefunden habe. Durch Zufall bin ich auf Yoga gestoßen und hier war mir mein Schicksal gnädig gestimmt. Ich habe eine wunderbare Lehrerin gefunden, die mich nicht nur in bei den Ananas angeleitet, sondern mir auch viele philosophische Aspekte des Yogas erklärt hat. Und das in einer liebvollen und fürsorglichen Art. Durch Yoga habe ich letztlich mein Gleichgewicht wieder gefunden. Ich befinde mich meistens in Harmonie mit mir selbst. Die Yoga Atemübungen sind da sehr wichtig. Ebenfalls die Entspannungselemente. Wenn ich die Harmonie verliere, habe ich über meine Yoga Praxis eine gute Sensibilität für mein Befinden entwickelt. Ich merke es schnell, wenn etwas nicht gut für mich ist und kann rechtzeitig gegen steuern.

Nachdem ich früher immer in der Zukunft war, gelingt es mir jetzt oft, im Hier und Jetzt zu verweilen. Ich bin achtsam mit mir. Habe meine materiellen Ziel und Neigungen stark reduziert und kann den Augenblick genießen. Lebensfreunde finde ich in Alltäglichkeiten. Freue mich am Geruch frisch gebackenen Brotes oder der Sonne auf meinem Rücken.

In Yoga habe ich ein Zuhause gefunden. Ich habe gelernt, mit mir selbst gut umzugehen und versuche, dass in alle Bereiche meines Lebens und auch auf andere Menschen zu übertragen.

Ich merke, dass meine berufliche Tätigkeit mir wieder Freude macht und ich mit meinem neuen Fühlen und Denken viel besser zu Recht komme. Ich achte und beachte meine Grenzen. Ich behandele meine Mitmenschen und auch die Kollegen mit Wertschätzung und Respekt und merke, dass ich das auch zurückbekomme.

Für mich ist Yoga Teil meines Lebens geworden. Ich kann auf Yoga als Unterstützung zu meiner noch immer anhalten Gesprächstherapie nicht verzichten. Ich glaube fest daran, durch mein „Yoga leben“ glücklicher zu sein. Für die Erkrankungen Burnout und Depression halte ich Yoga für eine wichtige Therapie begleitende Maßnahme.

Ich habe mich zum Yoga Lehrer ausbilden lassen und seit Januar einen ersten eigenen Kurs im Yoga Vidya Center in Mainz. Mein Wunsch ist es, meine Erfahrungen an Menschen weiter zu geben, die vielleicht ähnlich unterwegs sind wie ich.

Ich befürchte, dass viel Menschen mit ähnlichen Einschränkungen zu kämpfen haben, in dieser so schnellen und auf Leistung ausgerichteten Welt.

Yoga ist da eine wunderbare Praxis, um das persönliche Gleichgewicht zu finden und zu halten. Durch Yoga habe ich auch gelernt, mich selbst zu lieben. Und wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere Menschen lieben. Und dann kann auch ich geliebt werden, ohne etwas dafür tun zu müssen. Ich habe gelernt, dass Liebe immer da ist. Sie braucht keinen Grund.

 

Peer

18.1.12013

Angst -Blog

Worum geht es hier in diesem Blog? Wie der Name sagt – es geht um Angst. Du kannst deine Ängste nutzen. Du kannst lernen mit deinen Ängsten umzugehen. Du kannst über Angst hinauswachsen. Du kannst Mut entwickeln und neue Kraft. Lass dich nicht von Ängsten lähmen. Sondern: Angst verleiht Flügel. Lass dich von Ängsten beflügeln. Die größten Erfindungen der Menschheit kamen aus Angst heraus. Auch du kannst die Kraft der Angst nutzen – und daran wachsen.

Was meinst du? Schreib doch einen Kommentar!