Feedback zum Thema: „Wie Yoga hilft bei Angst, Ängsten, Lampenfieber und Phobien“

Angst überwinden
Hari Om lieber Sukadev,
 Wie hilft Yoga bei Ängsten?
die Antwort auf die Fragen ist echt schwierig.
Jeder von uns kennt Angst, Lampenfieber und Furcht. Es ist ein unangenehmes Gefühl.
Wir haben als Kind oder als Erwachsene unter Panikattacken gelitten. Begleitet von Herzrasen, Schweißausbrüchen, Zittern und Schwindel.
Im Berufsleben saßen wir alle im Hamsterrad, im Stresskarussell, litten unter körperlichen Verspannungen, waren überbelastet und haben Angst um uns, um unsere Familie und unseren Job gehabt.
Persönliche Schicksalsschläge haben Angst in uns gejagt, Krankheiten haben uns gelähmt.

Meine persönlichen und beruflichen Lebenskrisen haben auch mich stets geängstigt. Somit habe ich mein Gleichgewicht und Selbstbewusstsein verloren. Nach der Scheidung stand ich mit Existenzangst alleine und 3 nicht eben einfachen pubertierenden Teenager da. Die Angst vor der Ungewissheit und die Sorgen haben meine Gesundheit ruiniert. Ich litt unter Magenschmerzen, Schlafstörungen, Hörsturz, bds. Tinnitus, rezidivierende Depressionen und Herzrasen. Die Angst hat mich in einen belastenden Schockzustand versetzt, der mich bei den notwendigen Entscheidungen stark behindert und verunsichert hat.
In diesem Zustand habe ich Yoga in der Reha-Klinik im Jahre 2009 kennengelernt.

Mir wurde gesagt, dass Yoga gesund für Körper, Geist und Seele sei, er strafft die Muskulatur und beugt Beschwerden vor. Ich habe Yoga als Sportart, Entspannungstechnik betrachtet. Als Stressprävention.

Nach 6 Wochen Klinikaufenthalt habe ich zu Hause in der Volkshochschule weiter Yogaunterricht genommen. Dort habe ich es erfahren, dass Yoga nicht gleich Yoga ist.
Meine Yogalehrerin Bhavani hat Yoga als Einheit und Harmonie gelehrt, die mich verändert hat. Ich habe mich weiterentwickelt.
Als ich in dem Ashram nach Bad-Meinberg kam habe ich durch Seminare Yoga & Meditation vom Bhairava vieles erklärt bekommen und durch Satyadevi wurde ich ins Ayurveda eingeführt.
Bei der gemeinsamen Meditation und Mantra singen in der Gemeinschaft fühlte ich mich sehr wohl, ich war offen für die Spiritualität. Für eine Spiritualität, die alle Religionen umfasst.
Bei der unvergesslichen Mantra-Yoga-Stunde mit Janin Devi und Kai sind meine Blockaden gelöst und ich habe eine Reise zu mir selbst erlebt. Das Wort „Lebens-Mittel“ zeigt uns deutlich den Wert und die Wichtigkeit einer guten Ernährung. Ich habe mein Essen umgestellt, auch heute übe ich noch das achtsame Essen und versuche langsam jeden kleinen Happen 30 X zu kauen.
 Welche Übungen sind besonders geeignet?
Mir persönlich haben die Atemtechniken, Entspannungs- und Meditationsübungen geholfen.

Wenn ich am Tag mit Herausforderungen und seelischen Wechselbädern konfrontiert bin und unter Druck stehe atme ich tief und fest durch. Zum Start einmal tief Luft holen. Die tiefe Bauchatmung mit Visualisierung, die Wechselatmung mit Brahmari und Kapalabhati helfen mir mich schnell zu beruhigen und einen klaren Kopf zu bewahren. Die Ujjayi-Atmung und die Meditation mit der Kerzenflamme bringen meine Gedanken zur Ruhe.

Um mich gelassener zu stimmen von den Asanas übe ich gerne den Drehsitz, Schulterstand, den Pflug und den Fisch. Surya Namaskar ist 1X am Tag ein absolutes MUSS. Zur Entspannung übe ich gerne den schlafenden Vishnu, Stellung des Kindes und Yoga Nidra. Beim Zähne putzen versuche ich mich im Spiegel anzulächeln – das stärkt mein Selbstbewusstsein und bin besser gelaunt. Es funktioniert!

Mit dem liegendem Schmetterling spüre ich eine Leichtigkeit, mit dem unterstützten Vorbeugen kann ich mich einfach fallen lassen. Bei der unterstützten Schulterbrücke fühle ich mich getragen und zum Abschluss bei dem liegenden rechten Winkel kann ich mich tief entspannen. Situativ mit einer Kirtan/Mantra-CD oder mit Yoga Nidra kann ich gut abschalten.

Mit meiner Ernährungsumstellung fühle ich mich wohl. Die Übertragung vom Satang schaue ich mir samstags im Internet an. Wenn „mein innerer Schweinehund“ mich besiegt hat, gehe ich zu Yogastunden ins Yoga-Vidya-Zentrum Energie zu holen und mich auftanken.

 In welchen Situationen kann Yoga helfen/hat Yoga dir oder anderen geholfen?
Yoga ist für mich eine Lebenshilfe und auch eine Lebensfreude geworden. Yoga hat wie Ayurveda eine vorbeugende und eine therapeutische Seite.
Ich habe meine innere Ruhe und Toleranz gefunden. Wenn ich diese als Herausforderung betrachtete, finde ich mehr Gelassenheit. Wenn ich konsequent Yoga übe habe ich meine innere Ausgeglichenheit. Ich erreiche dabei einen Zustand von vollkommener Harmonie von Körper, Geist und Seele – und ich fühle mich frei und wohl dabei. Eine sanfte Medizin in unserer hektischen und lauten Zeit. Sicherlich ist es nicht nur mir ein großes Bedürfnis.

Mein schneller Helfer in der Not ist Sharavanabhava, Sharavanabhava, Sharavanabhava Páhinam… die Wiederholung aus dem Kirtan Jaya Ganesha geworden. So kann ich meinen Frust, Ärger und Zorn schnell loswerden.

Durch Yoga und Meditation bin ich über meine persönlichen und auch beruflichen Lebenskrisen leichter hinweggekommen. Ehrlich gesagt, am Anfang fiel mir es enorm schwer die Kontrolle über meine Gedanken und Gefühle zu haben. Körper und Geist in Balance zu halten ist eine regelmäßige Arbeit, die sich lohnt.

Die Schwierigkeiten lösen sich, wenn ich hinter allem die höhere Wirklichkeit erkenne und sehe.
Nun, ich gehe auf meinem Yoga Weg weiter. Es ist noch viel zu lernen. Meine Bauchschmerzen, die ich hatte sind weg und mein Tinnitus wurde etwas stiller. Meine depressiven Verstimmungen lassen langsam nach. Ich bin viel ausgeglichener und gelassener geworden – das haben mir auch schon andere Leute gesagt. Man glaubt es ihnen sofort 😉

Die aus der Ausübung von Yoga resultierende positive Einstellung erzeugt in mir eine tiefe Gelassenheit gegenüber den alltäglich auftretenden Problemen und Ärgernissen. Dadurch gestaltet sich mein Leben angstfreier. Ein angenehmer Frieden hat sich eingestellt. Meine gesteigerte Lebensfreude ist ein nie erwartetes Ergebnis und ein wunderbares Erlebnis.

Wer vollkommene Gelassenheit besitzt, wird immer und überall glücklich sein – sagte Swami Sivananda. Wie wahr.

Mein tiefster Dank geht an Svamiji mit unendlicher Dankbarkeit für das Geschenk des Yoga.
Om Shanti
Klara

Mehr Informationen findest du auf den Internetseiten von Yoga-Vidya unter: http://www.yoga-vidya.de/yoga-psychologie/einsatzbereiche/beschwerdebilder/angst.html

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