Erfahrungsbericht: Wie Yoga mir bei psychischen Beschwerden geholfen hat

DREH_TIF2Hier ein weiterer Erfahrungsbericht, wie Yoga geholfen hat beim Umgang mit psychischen Beschwerden, insbesondere Ängstlichkeit:
Leider habe ich schon viele Erfahrungen mit psychischen Beschwerden und könnte lange davon erzählen, wie mir Yoga dabei geholfen hat, dass es mir nun gut geht.

Panikattacken hatte ich gottseidank noch nicht, aber ich bin ein ängstlicher Mensch- es fehlt mir an Urvertrauen. Ich weiß nicht, ob man je ganz ausgleichen kann, was in früher Kindheit ungünstig lief, aber ich merke jedes Mal, wenn ich Yoga übe, dass sich eine Gelassenheit einstellt, die ich Gottvertrauen nennen möchte.

Früher bin ich gegen meine innere Anspannung  joggen gegangen. Das tat schon gut, war aber eher wie ein kurzes Dampf-Ablassen. Hingegen breitet  sich schon nach einer kurzer Zeit Yoga-Üben in mir ein tiefer innerer Friede aus, der länger anhält. Weil eben nicht nur der Körper zu seinem Recht kommt, sondern auch die Seele.

Was Verhaftungslosigkeit angeht, habe ich die bisher noch nicht geschafft in Bezug auf Menschen, die ich liebe. Meine größte Angstvorstellung  ist es, einsam alt zu werden. Mein größter Trost ist dann Yoga. Weil es die Verbindung herstellt. Zu dem, was in mir ist und was ein menschliches Leben überdauert – in allen Dimensionen. Und weil es dann selbst eine Phase der Trauer in Perspektive rückt.

Ich arbeite als Lehrerin. Schulklassen sind wie ein Wald, in den man hinein ruft. Je regelmäßiger ich Yoga übe, umso ausgeglichener und friedfertiger, aber auch selbst-bewusster stehe ich vor der Klasse. Ich glaube, ich werde nie Angst entwickeln vor den Schülern – so wie es manchen Kollegen geht. Denn Yoga macht mich innerlich stark und authentisch und wenn man echt ist und die Stärke hat, zu sich zu stehen, akzeptieren einen die Schüler so, wie man ist. Innerlich stark und äußerlich flexibel, wie es Sukadev so schön sagt. Ich biete einen Yoga Kurs für Oberstufen-Schüler an. Ich selbst bin vor dem Abi krank geworden – vor Prüfungsangst. In meinen Kurs kommen viele Over-Achiever : Vorwiegend Mädchen, Einser-Schülerinnen, vielseitig engagiert… Bei denen geht es schon los mit Schlafproblemen, Essstörungen, übermäßiger Prüfungsangst. Wir üben Yoga in der Mittagspause und ich füttere sie mit Affirmationen.  Erst vor kurzem habe ich eine mail von einer ehemaligen Schülerin aus Australien bekommen, in der sie sich bedankt  durch mich Yoga kennengelernt zu haben und schreibt, dass Yoga ihr Leben nun für immer begleiten wird. Was hätte ich ihr Besseres mitgeben können?

Natürlich könnte ich jetzt zur Wirkung der Endentspannung schreiben, dazu, wie sehr mir Pranayama und Affirmationen helfen, ich könnte einzelne Asanas aufführen – wie die Cobra das Herz öffnet und der Held mutig macht … das erkläre ich natürlich in den einzelnen Stunden. Aber ich denke, es ist gar nicht möglich, die Wirkung von Yoga in einzelne „Übungseinheiten“ zu zerhacken. Was an Yoga wirkt ist ja das Ganzheitliche. Yoga ist eben mehr als Gymnastik, mehr als Nachdenken, mehr als Entspannen, als Atmen und mehr als Beten. Deshalb hilft es bei körperlichen und seelischen Beschwerden und eben auch bei Angst.

Danke Sukadev, dass durch Dich so viele Menschen Yoga kennenlernen und auch lernen, es selbst weiter zu geben.

M.D.

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